Zwei Gerichte, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, aber haben sie doch eine Gemeinsamkeit, sie sind beide waschechte Berliner.

Currywurst vers Doener
Currywurst vers Doener

Die trifft sowohl auf die Berliner Currywurst zu, die 1949 von der Imbissbudenbesitzerin Herta Heuwer erfunden wurde, als auch für den Döner Kebab, der von Mehmet Aygün , von der Presse als der wahre Döner-Papa‘ bezeichnet, 1971 erfunden wurde.
Zwei Symbolfiguren der deutschen Esskultur und beide aus Berlin. Doch sind beide so total unterschiedlich.
Während der Döner mit seiner Lammfleischfüllung und Gemüse, gefüllt in einem Brot, doch recht gesund erscheint, ist es bei der Currywurst doch das ganze Gegenteil.
Diese besteht zum großen Teil aus Fett (für eine Currywurst kann man 5 Schnitzel essen) und wird auch noch im figurunfreundlichen Öl gebraten oder noch schlimmer frittiert.  Dazu dann noch Pommes und ne Cola. Nicht zu vergessen, der Zucker im Ketchup!! Und die Majo auf den Pommes. Mahlzeit.
Das Nationalgericht der Berliner, ja der Deutschen, ist nun mal leider kein Diätgericht, aber ‚saulecker‘. Überall in Deutschland gibt es sie, die Currywurstbuden. In Berlin gibt es zwischen den großen Braterein eine Glaubensfrage:

 

 

 

Konopke versus Curry36. Fragt man einen Ostberliner, schwört er auf eine Currywurst von Konopke. Hier Imbissstand am U-Bahnhof Eberswalder Straße werden unzählige wehrlose Bratwürste goldgelb gebraten, in roter Sauce ertränkt, mit Curry verfeinert und auf Wunsch mit Zwiebeln serviert.

Currywurst
Currywurst

Wenn man allerdings einen Westberliner fragt, dann gibt es für ihn nur Curry36 am Mehringdamm 36. Auch hier das gleiche Prozedere mit den armen Würstchen und am Abend und in der Nacht ist hier die Hölle los.
Für Touristen und Berlinbesucher  bleibt nur: Ausprobieren. Denn Mc Donalds und Burgerking schmecken überall gleich. Aber eine echte Berliner Currywurst, das ist wie die erste Liebe. Trotz der Kalorien.

 

 

Döner Kebab
Döner Kebab

Und wer’s doch mal exotischer mag, der isst Döner. Gemäß einem Lied, macht Döner ja schöner, allerding sollte man dann auf Knoblauchsauce und allzu viele rohe Zwiebeln im Döner verzichten. Döner, das ist die preiswerte Alternative zum American-Fastfood. Früher kostet er mal Zweimarkfünfzig und zu Zeiten des Dönerkrieges auch mal nur ne Mark. Lange ist es her. Und nach Gammelfleischskandal und dem Euro darf man jetzt, fast 30 Jahre später, rund sieben Mark, also 3,50 € hinlegen.
Durch das rohe Gemüse mit dem Fleisch ist er eine echte Vitaminbombe. Und wenn es den Döner in Berlin nicht geben würde, so würden wohl zahlreiche Berliner Grundschüler schon an Skorbut erkrankt sein.
Wo aber gibt es die besten Döner der Stadt? Na klar, da wo viele Türken wohnen. Denn beim Döner gilt die Warnung ‚ kauf nicht beim Deutschen‘. Döner machen nur die Türken richtig gut.
Den besten Döner der Stadt soll es angeblich in der Perleberger Straße bei Güllü Lahmacun geben. Aber auch Izmir Köfte in Berlin Kreuzberg, Reichenberger Straße 9 wird von seinen Gästen in den höchsten Tönen gelobt.
Zu den besten Döner-Restaurants zählt aber das Tadim in Neukölln, am Bahnhof Kottbusser Tor. Hier gibt es dann neben Döner auch andere türkische Spezialitäten.
Aber ich kenne auch Leute, die haben noch nie einen Döner gegessen. Aber wenn Sie mal in Berlin sind, sollten Sie sich das Gefühl nicht entgehen lassen. Döner isst man in seiner Geburtsstadt und am nächsten Tag ne Currywurst.
Übrigens nett besungen von Herbert Grönemeyer, der auch eine ganze Weile ein Berliner war, ob nun der Currywurst wegen, ist nicht bekannt.

 

Außerdem hat Berlin auch das erste und einzige Currywurstmuseum in Berlin Mitte.

Mahlzeit

2 Kommentare zu Currywurst und Döner | zwei waschechte Berliner

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