Es gibt hierfür sogar einen eigenen Eintrag in der Wikipedia: Der ‚erste Mai in Kreuzberg‘. Der Tag, der weltweit alle Arbeiter auf die Straßen führen soll, um gemeinsam (friedlich) gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu demonstrieren, hat es in der deutschen Hauptstadt zur trauriger Berühmtheit gebracht. Traurig, weil auf unseren Straßen in Kreuzberg an diesem Tag es nicht mehr um die Arbeiterrechte geht, sondern vielmehr um gewalttätige Auseinandersetzung mit dem Staat bzw. dessen Repräsentanten, in diesem Fall der Polizei.
Seit 1987 übt der Berliner Bezirk Kreuzberg einen starken Anziehungspunkt auf linke und linksradikale Gruppen aus, die sich dort, so könnte man meinen, zum Klassenkampf versammeln. Fast jedes Jahr führen Autonome und Antifa-Gruppen eine oder mehrere so genannte Revolutionäre 1.-Mai-Demonstrationen durch. Und in der Praxis sieht das so aus: Wer vermummt ist, sammelt Steine und Flaschen, um diese dann als Wurfgeschosse gegen Polizei und Bewohner zu missbrauchen. Wenn dann noch ein Auto oder eine Mülltonne brennt, zerspringt das Herz des Vermummten vor Glück. Inzwischen sind die politischen Ambitionen der Demonstranten (wenn man sie denn jemals so nennen konnte) fast völlig zur Nebensache geraten. Heutzutage geht es leider vor allem um die Gewalt…

Kneipe "Rote Rose"
Wer Kreuzberg mal live erleben will, ohne dass er/sie hier zum Steinewerfen hinkommt, sollte das unbedingt tun! Denn Kreuzberg hat inzwischen eine ganze Menge zu bieten! Auch wenn manches dann doch wieder etwas mit krimineller Energie zu tun zu haben scheint… Handyklau in der „Roten Rose“ liest man in den Kommentaren zu der trashigen Kneipe. Denn je später der Abend in der 24-open-Kneipe, desto merkwürdiger die Gäste… Und daher wird in den Kommentaren gleich geraten, die Wertsachen nah am eigenen Körper zu behalten. Und so seltsam das klingt, diese Location gehört inzwischen (trotz oder wegen der dort vorherrschenden Umstände) zu Berliner Nacht-Tipps.
Was es sonst noch alles so in Kreuzberg zu sehen gibt, erfahrt Ihr am besten hier.

Was haben Leipzig, Berlin und Hamburg gemeinsam? Sie sind nicht nur alles schöne Städte, sie alle haben auch eines NICHT: die Sperrstunde!
Wenn es woanders heißt, jetzt werden die Gehwege hochgeklappt und die Lampen aus- bzw. angemacht, sind die Gaststätten und Clubs in diesen Städten von der Nachtruhe verschont. Hier darf nach Anbruch der Sperrstunde auch weiterhin der Ausschank stattfinden! Und das ist nicht nur gut für die Betreiber der Nachtlokale, sondern vor allem für uns: die ausgehwilligen Berliner und Touris! Denn „Berlin ist eine 24 Stunden geöffnete Metropole“, habe ich letztens in einem Buch gelesen („111 Gründe Berlin zu lieben“ von Verena Maria Dittrich und Thomas Stechert) und kann dem vollauf zustimmen. Ebenso der Aussage, in Berlin gibt es von allem genug: egal, ob Kultur, Essen, Trinken, Party oder Sex; hier wird jedem Geschmack das passende Gegenstück geboten. Wer suchet, der findet, heißt es im Buch aller Bücher. Und das gilt auch für Berlin und seine 24-Stunden-Lokale. Weil Berlin nämlich ganz schön groß ist (etwas über 890 Quadratkilometer) finden sich diese nicht unbedingt alle auf einem Flecken. Da muss man(n & frau) sich entweder selbst auf die Suche machen und wohl mehr per Zufall auf eine exklusive Lokalität treffen, oder sich paar Insider-Infos einholen. Beispielsweise von uns… Oder haben Sie schon gewusst, dass es im White Trash in der Schönhauser Allee 6-7 eine „trinkbare Gurkenmaske“ gibt?

Cafe Villa SchwartzOstern und damit die freien Tage sind vorbei, glücklicherweise aber auch die kalten Tage. Es scheint so, als ob der Frühling so langsam wieder Fahrt aufnimmt und uns in Berlin warmes Wetter beschert. Nicht unbedingt Sonne, denn die kommenden Tage sollen laut Wettervorhersage durchaus regnerisch sein. Aber zumindest die Temperaturen werden als warm vorhergesagt: 12 bis 18 Grad Celsius soll es demnächst in Berlin werden. Und wenn der Regen wegbleiben sollte, schließlich irrt sich die deutsche Wettervorhersage mit ziemlicher Regelmäßigkeit, dann wird’s ja richtig gemütlich. Für diese Vorhersage also (die Temperaturen lassen wir mal gelten, das mit dem Regen wollen wir nicht ganz so glauben) gibt es jetzt einen Tipp fürs Open-Air: ein Café mit einer wundervollen Terrasse. Da wir mit unseren bisherigen Tipps noch nicht in Steglitz waren, ist diesmal dieser Bezirk dran. Nur nebenbei, Steglitz liegt im Südwesten Berlins und gehört dem sechsten Verwaltungsbezirk Steglitz-Zehlendorf an, es wohnen hier über 70.000 Berliner und bei der Reichstagswahl im März 1933 zeigte dieser Bezirk mit 45 % (leider) von allen Berliner Bezirken die höchste Zustimmung für die Nationalsozialisten. Aber das nur nebenbei.
Jetzt geht es ja um die angenehmen Dinge des Lebens. Und dazu gehört der leckere Cappuccino auf der  sonnigen und warmen Terrasse durchaus… Solch einen kann der Berliner & der Tourist in der Schwartzschen Villa genießen. Das schmucke Haus, welches am 16. Februar 1898 eingeweiht wurde, diente zunächst der Familie Schwartz als Sommersitz. Nach den Kriegswirren und vielen Toten stand die Villa dann plötzlich leer. Ein dort untergebrachtes Waisenhaus konnte sich aufgrund der ungünstigen Verkehrslage nicht lange halten und mit der Zweckentfremdung als Lager der Firma Butter-Beck konnte sich niemand anfreunden. Erst 1961 wurde das Grundstück von der Erbengemeinschaft der Nachkommen durch das Land Berlin erworben und 22 Jahre später wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt. Der am 25. Mai 1983 gegründete „Trägerverein Kulturhaus Schwartz’sche Villa“ sorgte dafür, dass 1995 die Schwartzsche Villa als Kulturhaus eröffnet wurde.
Und so dient die Villa seitdem als Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus ganz Berlin, die kostenlos Kunst genießen wollen (z.B. derzeit die Gemälde und Zeichnungen von Ola Eibl und Ewa Finn Paszkiewicz – Eintritt ist hier frei), aber auch auf der Terrasse besondere Kaffespezialitäten aus aller Welt wie den Einspänner (verlängerter Espresso mit Schlagsahne), Kaffee Mexicana oder Kaffee Irish Cream oder Tee-Köstlichkeiten wie den Indischen Grüntee „Green Manjolai“ oder den Chinesischen Wuyuan Jasmin-Tee. Heiße oder Russische Schokolade (mit 2 cl Wodka Moskowskaja) gibt es auch, und für die Kleinen u.a. den Beeren- oder Schokoladenshake. Eis, Kuchen & Torten ergänzen das Angebot für den kleinen Hunger. Den großen Hunger stillt man mit einem ausgiebigen Frühstück, einem gesunden Salat, ein paar belegten Baguettes, Pasta, Vegetarischem oder Speisen der Deutschen Küche (z.B. Zwei kleine Rouladen vom Jungschwein für 8,50 Euro). Wie auch immer, Sie sehen, in diesem Garten mit seinen 25 Tischen kommt jeder auf seine kulinarischen Kosten. Und auch die Kunst bleibt dabei nicht auf der Strecke…

So, Sie sind also über Ostern in Berlin. Sicher haben Sie noch einiges vor über die Feiertage: die Museumsinsel besuchen, Brunchen am Alexanderplatz und eine Sightseeing-Bustour stehen auf dem Plan. Falls Sie am Montag noch da sind und noch nichts vorhaben, dann freuen Sie sich auf die einmalige Gelegenheit, Mojca Erdmann, die derzeit als »Lulu« in Alban Bergs gleichnamigem Werk gefeiert wird, ganz aus der Nähe erleben zu können: Am Ostermontag, 9. April signiert »Lulu« im Anschluss an die Vorstellung im Gläsernen Foyer. Die erfolgreiche Sopranistin singt die Titelpartie mit einer derart ausnehmenden Schönheit und Kühle, dass die Suche nach Liebe und ihr Abweisen, wenn sie angeboten wird, körperlich spürbar werden.
Nur noch drei Mal haben Sie die Gelegenheit, Andrea Breths Inszenierung, die laut Frankfurter Rundschau »zum Intensivsten (gehört), was zur Zeit auf Berliner Opernbühnen zu sehen ist«, unter dem Dirigat von Daniel Barenboim und mit der Staatskapelle Berlin zu erleben.
In den weiteren Rollen erleben Sie ein herausragendes Sängerensemble mit Deborah Polaski, Anna Lapkovskaja, Michael Volle, Georg Nigl, Stephan Rügamer, Johann Werner Prein, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Thomas Piffka und Jürgen Linn. Außerdem werden Wolfgang Hübsch, Blanka Modrà und Liane Oßwald zu sehen sein.
Termine: 09. + 11. + 14. April 2012

Sie wollen heute noch los? Bisschen Party machen? Sie befürchten aber, dass montags nicht viel los ist… Glück für Sie, dass Sie gerade in Berlin sind. Denn in dieser Stadt spielt ein bestimmter Tag keine große Rolle… Sicher gibt es am Wochenende mehr zu erleben als unter der Woche, aber das bedeutet nicht, dass in der Hauptstadt der Montag ein „Tote Hose“-Tag ist. Beispiel gefällig? Gehen Sie los Richtung Tiergarten: in der Dircksenstraße 40, im Bohannon Club legt heute abend seit wenigen Minuten Barney Millah auf. Er trifft den Geschmack all jener, die auf Electro/Reggae und Dancehall stehen. Laut einigen Gerüchten ist Barney „The Killer“ sogar der besten Reggae-DJs der Stadt…
Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann die U-/S-Bahn-Haltestellen Alexanderplatz & Hackescher Markt ansteuern. Auch Busse, unter anderem der M48, fahren dorthin.
Viel Spaß!

Über Ostern ab nach Berlin! Viele Touristen aus aller Welt werden dieser Einladung folgen und es mit Sicherheit nicht bereuen. Langsam, aber stetig präsentieren wir daher die besten Locations und Adressen der Stadt, um potentielle Besucher anzulocken, und den ‚Gekommenen‘ natürlich paar Tipps auf den nächsten Weg durch die Stadt zu geben. Dieser Tipp bedient beide Zielgruppen: Wer noch nicht da ist und nach einem (noblen) Hotel sucht, wird hier fündig. Und wer schon da ist und eine richtig coole Hotelbar mit einer guten Auswahl an Cocktails sucht, sollte hier ebenfalls vorbeischauen:
Die Rede ist von der Times Bar, der Hotelbar des Savoy in der Fasanenstr. 9-10, in Berlin Charlottenburg. Unweit der Touristenzentren Zoologischer Garten und Kurfürstendamm, versinken die Besucher dank bequemer Sessel, eines Blickes auf das legendäre Delphi-Filmtheater, moderner Drinks & karibischer Cocktails in eine wohlige Stimmung fernab des Alltags… Seit über 80 Jahren gibt es schon diese Bar, die an einen englischen Herrenclub erinnert; nicht nur aufgrund der edlen Ausstattung, sondern vor allem auch aufgrund einer Besonderheit: „Kenner und Liebhaber schätzen das Angebot an erstklassigen kubanischen Zigarren aus der Casa del Habano, dem luxuriösen Zigarrengeschäft in der Times Bar, das in Deutschland exklusiv unter kubanischer Lizenz beliefert wird.“ Wer also eine gute Zigarre zu schätzen weißt, ist hier wohl richtig. Wer zudem noch einen Whiskey oder einen guten Rum genießen möchte, muss in diese Bar! Bei den Cocktails sind es die üblichen Verdächtigen, die man(n & frau) hier genießen darf: Mojito, Planter’s Punch, Pina Colada, Sex on the beach,
El Diablo, Swimming Pool, Tequila Sunrise, Latin Lover, Zombie oder Flying Kangaroo, nur um einige zu nennen. Und wer noch Hunger hat, auch hierfür wird einiges geboten: Hähnchenspieße „Teriyaki“ mit Chillisauce (7,50 Euro), Hausgemachte Kalbfleischbouletten mit Cornichons und Senf (7,50 Euro), 2 Currywürste vom Havelländer Apfelschwein mit hausgemachter Sauce (8,50 Euro), Club Sandwich mit Hähnchenbrust, Schinken, Ei und Käse (15,50 Euro) und I.B.P. US Rib Eye Steak 250 gr mit Café de Paris Butter (25,50 Euro).
Das Essen gibt es allerdings „nur“ bis 22:30 Uhr. Die Times Bar selbst ist Montag bis Samstag von 11.00 – 2.00 Uhr, Sonntag von 17.00 – 00.00 Uhr geöffnet.

Und zwar im Berliner Zoo! Bei den Elenantilopen, der größten aller Antilopen-Arten, deren Bullen eine Schulterhöhe von 1,80 m und ein Gewicht von fast einer Tonne erreichen können, gab es erst kürzlich dreimal Nachwuchs. Im Januar und Februar wurden zwei kleine Bullkälber und ein weibliches Jungtier geboren und Anfang März der Presse vorgestellt. Einen Monat später bietet Ostern eine tolle Gelegenheit, den Jungantilopen und allen übrigen Tieren im Berliner Zoo einen Besuch abzustatten, oder!?
Dank Karfreitag (6. April) und Ostermontag (9. April) haben wir ein verlängertes Wochenende! Und als Berliner oder Tourist muss man sich jetzt schon Gedanken machen, wie man diese vier Tage verbringt. In unserer Hauptstadt gibt es ja glücklicherweise für alle Geschmäcker das richtige Event, die perfekte Ausgehmöglichkeit oder was halt so gewollt wird. Wer mit Kindern unterwegs ist, dem sei hier der Berliner Zoo ans Herz gelegt. Der Zoologische Garten, so sein korrekter Name, ist – ob man’s glaubt oder nicht – der artenreichste Zoo der Welt! 1844 wurde er bereits gegründet und war/ist damit der erste deutsche Zoo überhaupt. Und weil man aber nicht beim Erreichten stehen blieb, sondern das Areal ständig veränderte, anpasste und aktualisierte, bietet der Zoo bei jedem Besuch immer wieder was neues zu entdecken. Rund 15.000 Tiere in verschiedenen Gehegen und Tierhäusern sorgen für Kurzweile bei den Kids. Wahrscheinlich schafft man an einem Tag es nicht wirklich, allen Tieren einen Besuch abzustatten… Wer mal eine Pause vom Schauen braucht und sich auch mal körperlich bisschen austoben will, sucht mit seinen Kindern den Streichelzoo und/oder den Abenteuerspielplatz, die es auf dem Areal mit rund 35 Hektar Fläche selbstverständlich auch gibt. Genauso wie zahlreiche Restaurants und Imbisse.
Den Berliner Zoo finden Sie am Hardenbergplatz 8, 10787 Berlin. Seit dem 26. März ist er von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Die Eintrittskarten für Erwachsene kosten 13 Euro und für Kinder (5 bis 15 Jahre) 6,50 Euro. Preiswerter sind Jahreskarten für 60 Euro bzw. 30 Euro. Touristen profitieren von der WelcomeCard!

Ostern wird ein Fest für Vermieter von Ferienwohnungen und Hoteliers, denn Gäste haben sich angekündigt.

Viele Touristen nutzen das tolle Wetter in Berlin, um die Haupstadt zu besuchen. Schon jetzt ist es schwer, eine geeignete Ferienwohnung in Berlin zu finden. Besonders die privaten Wohnungen in Mitte und Wilmersdorf sind sehr begehrt und kaum noch zu kriegen.

 

„Lem hat die Gattung der Science-fiction neu abgesteckt und ihr literarische Hochflächen erobert, die auf dem Niveau des philosophischen Traktats liegen, zugleich aber spannend sind wie ein gelungener Kriminalroman.“ – Man wird nicht ganz warm mit diesem Satz, oder? Heute wirkt dieser mehr abschreckend als dass er dazu einlädt, sich diesem Buch genauer zu widmen. Nicht verkaufsfördern würde jetzt ein PR-Profi sagen über dieses in den 70er Jahren gefälltes Urteil der Frankfurter Rundschau über das Buch „Solaris“ von Stanislaw Lem. Und dennoch kann man auch über 40 Jahre nach Erscheinen des Buches (die Originalausgabe mit dem gleichnamigen Titel ist 1968 in Krakau erschienen) mit ruhigem Gewissen dieses Meisterwerk jedem empfehlen, der sich ein wenig für die Gattung Science-Fiction erwärmt. Das Buch ist… was soll ich sagen… auf dem Niveau des philosophischen Traktats […], zugleich aber spannend […] wie ein gelungener Kriminalroman.

Solaris
Und wer mit solch einer Aussage nichts anfangen kann, kann sich das Ganze vielleicht auf einer Theaterbühne anschauen. Am 14. und 15. März (also morgen und übermorgen!) läuft im Theaterdiscounter in der Klosterstraße 44, 10179 Berlin (Berlin-Mitte) um 20 Uhr das Kammerspiel „Solaris“. Die Süddeutsche Zeitung urteilt: “Der erste Bühnen-Coup von ´collisions´. So puristisch und kraftstrotzend wie hier hat man Lems vielschichtigen Roman noch nicht erlebt. Mission erfüllt.”
Sie können sich für 13,- Euro (ermäßigt € 8,-) morgen oder übermorgen selbst ein Urteil bilden.

Und wer mit Solaris nichts anzufangen weiß, sollte sich für den  Theaterdiscounter selbst interessieren und dieser Location schon bald einen Besuch abstatten. Warum? Weil der Theaterdiscounter mit Sicherheit zu den Sehenswürdigkeiten Berlins gehört! Er wird als Aldi unter den Theatern angepriesen, denn die Probezeiten für ein einzelnes Stück dauern maximal drei Wochen. Darunter leiden die Aufführungen aber nicht. Ganz im Gegenteil, was da letztlich auf der Bühne landet ist (fast) immer sehenswert! Drei Kritiken seien hier deshalb angebracht:

Es waren einmal ein paar Leute, die gründeten in Berlin ein freies Theater. Und weil sie wollten, dass auch Menschen mit dünnen Geldbeuteln zu den Vorstellungen kommen, nannten sie es »Theaterdiscounter«.
>> Reutlinger Generalanzeiger 2011

Der Theaterdiscounter gehört zu den wichtigsten Spielstätten der freien Szene in Berlin.
>> zitty 2011

Eine Mischung aus Kunstscheiße und genialem Irrsinn.
>> artiberlin 2012

Und hoffentlich bleibt er auch! Wunschdenken, glauben jetzt viele… Denn obwohl der kalendarische Frühling sich vor wenigen Tagen breitgemacht hat, wettertechnisch will er sich dieses Jahr noch nicht so ganz offenbaren. Mal scheint die Sonne und der Berliner jubelt, weniger als 24 Stunden später gefriert einem auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit der A… ab.
Da fällt es einem schwer, sich für die richtige Lokalität zum ausgehen zu entscheiden, oder? Wir hätten daher einen Ausgeh-Tipp, der das wechselhafte Wetter berücksichtigt und für beide Varianten, Sonne oder Kälte, etwas zu bieten hat.

Nach langer Winterpause hat das Teehaus im Englischen Garten wieder seine Tore offen und bietet allen Gästen internationale Speisen und Getränke. Spätaufsteher können hier bis 14 Uhr frühstücken – sehr empfehlenswert ist die „Kleine Brotzeit für eine Person mit frischem Landbrot – , bei den Hauptgerichten  stehen solch Spezialitäten wie „Spannferkelrollbraten mit Krautsalat und Bratkartoffeln“, „Gebratener Seeteufel und Garnelen an Zitronenrahm mit gratinierten Fenchel und Couscous“ und andere Leckereien auf dem Speiseplan.
Das Gute dabei, die Speisen können, bei gutem Wetter, auch draußen genossen werden, bei schlechtem Wetter, wartet ein Kamin auf wärmebedürftige Gäste. Egal wie der Frühling sich also präsentiert, ins Teehaus (übrigens war es früher mal ein Parkhaus…) kann der Berliner und der Tourist hin.

Neben dem Essen bietet das Teehaus noch ‚bisschen‘ Kultur: wer Musik, Literatur oder Kunst mag, ist hier gut aufgehoben. In diesem Jahr findet wieder der Konzertsommer 2012 mit tollen Darbietungen aus Jazz, Soul, Funk, Salsa, Pop, Rock und Worldmusic im Teehaus statt. Dazu aber erst später was, denn beginnen werden die Konzerte erst am 30.06.2012. Aktuelle Informationen finden Interessierte unter www.konzertsommer-berlin.de
Momentan werden die Bilder der polnischen Künstlerin Justyna Miklasiewicz (www.miklasiewicz.com) ausgestellt.
Wer lieber Bücher mag, sollte die Homepage im Auge behalten. Auf dieser werden stattfindende Vorlesungen rechtzeitig angekündigt.

Wer „nur“ essen & trinken will, ist natürlich auch gern gesehener Gast; außer am Dienstag… dies ist der einzige Ruhetag. Das Teehaus hat noch bis zum 01.04.2012 ab 12:00 Uhr geöffnet und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Unter anderem erreicht der Fußgänger das Teehaus vom S-Bahnhof Bellevue (alle Linien der Stadtbahn), U-Bahnhof Hansaplatz (U9) und von der Bushaltestelle Großer Stern (Buslinien 100, 106, 187). Die Autofahrer finden (hoffentlich) genügend
Parkmöglichkeiten an der Altonaer Straße.

 

 

Das Teehaus im Englischen Garten
Altonaer Strasse 2 / 2a
10557 Berlin